12 Years of Fati – are finally over

Ihr Lieben,

schon ewig habe ich keinen Beitrag mehr verfasst.
Wie man hier auf den ersten Blick beim durchstöbern erkennen kann, hänge ich sehr an meinem Hund. Fait war leider am Ende schwer krank. Wir haben vor etwas mehr als einem Jahr erfahren, dass sie Leberkrebs und Anämie hat. Sie hat sehr lange weitergekämpft und das hätte sie auch weiterhin. Der Krebs war am Ende jedoch so schlimm, dass er auf das Nervensystem ist und sie auch dort beeinflusst hat. Erst wurde sie leicht dement und eines  Abends hat sie einen Krampfanfall bekommen. Meine Mama hat mir das am nächsten Morgen mit tränenüberströmten Gesicht mitgeteilt – wir wussten Beide was das bedeutet. Denn auch das Fressen ging schon seit Wochen nur noch im on and off Modus und seit Tagen nur noch mit seehehr viel Überzeugung, raus wollte sie eigentlich gar nicht mehr. Dieses kleine Energiebündel…Letzendlich haben wir beschlossen noch bis zum nächsten „Notfall“ zu warten. Auch meiner Schwester zuliebe, die zu dem Zeitpunkt auf Reisen war. Aber es sollte nicht sein. Fait bekam um zwölf Uhr nochmal einen. Ich habe dann sofort alle bekannten Tierärzte angerufen und in einer Klinik haben wir einen Termin gefunden. Die letzten zwei Stunden waren zum Glück ruhig und Fait ist voller Elan hingelaufen – hat sogar an der Leine gezogen. Als wollte sie uns mitteilen, dass wir das Richtige tun.

Nun schlummert sie seit einem Monat. Tief und fest und friedlich und für immer.
Ich danke diesem Hund für die wunderbaren Jahre. Es ist kaum zu glauben, aber wir haben mein halbes und ihr ganzes Leben zusammen verbracht. Nur zwei mal waren wir für längere Zeit voneinander getrennt. Ansonsten durfte sie zu jedem Urlaub, zu jeder Reise mit. Ich danke ihr immer an meiner Seite gewesen zu sein, auch wenn ich das Gefühl hatte, mal keine Freunde zu haben. Immer einen Seelentröster gehabt zu haben. Mich stark und durchsetzungsfähig gemacht zu haben. Mich zu meinem Beruf der Mediengestaltung und meinem wichtigsten Hobby und nun auch Berufsweg, der Fotografie geführt zu haben. Ich danke ihr all die bösen Menschen und Tiere in der Dunkelheit von mir ferngehalten zu haben. Für die Kreativität, die sie mich gelehrt hat, wenn es darum ging, Jemanden zu überzeugen. Launen auszuhalten, durchzuhalten, weiterzumachen und niemals aufzugeben, wenn man an etwas hängt.

Ich weiß sie hatte bei uns ein nicht immer ganz stressfreies Leben. Aber definitiv war es glücklich, mit vielen Eindrücken und einem tollen Garten zu bewachen, vielen Eindrücken und vielen Bespaßungsangeboten. Ich hoffe dieser einzigartige Hund konnte meine Bemühungen ihn glücklich zu machen sehen und annehmen.
Ich weiss, das man immer wieder von Besitzern hört: „Mein Hund ist was ganz besonderes“.
Ich denke aber auf Fait trifft das wirklich zu. Wir mussten nicht nur super viele potentielle Käufer abwehren, sondern sie hat ind. täglich Komplimente wegen allem Möglichen erhalten. Teilweise waren es ganz banale Dinge, wie ihr federnder Gang, ihre tollen Ohren, oder ihre süße Ausstrahlung. Ich denke, dass sie nicht nur uns, sondern ganz viele Menschen auf der Straße begeistern und in ihren Bann ziehen konnte – Jeden einzelnen von ihnen kann ich verstehen!
Umso trauriger war ich die erste Woche  und zu fast nichts fähig. Fait springt nicht mehr vom Sofa und begrüßt dich, Fait bellt nicht mehr wie eine Bekloppte, wenn es klingelt, Fait verbellt keine Passanten mehr am Zaun, Kinder können sich einfach den Gartenzaun stellen und dich anquatschen, plötzlich fehlt dir deine heilige Routine mit deinen Gassigängen…..Aber das Leben geht weiter und ein neuer Hund wird definitiv wieder in mein Leben ziehen. Wieder einmal konnte ich feststellen, wie sehr ich meine meine Freunde und Familie dafür liebe, dass sie es verstehen mich so wunderbar abzulenken. Und wieder einmal habe ich mich einmal mehr in die Fotografie verliebt und gestürzt und sie als Willkommene Ablenkung gesehen. Ich weiß es mag schrecklich klingen, aber ich bin an einem Punkt, wo ich erleichtert bin, dass es vorbei ist. Am Ende war sie eine Last, auch für sich selber. Man kann fast sagen, dass sie nicht mehr sie war, sondern nur noch eine Hülle von Demenz und Krankheit. Schlaf schön mein Mädchen – our heart goes on and on

 

 

 

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